Provisorisch über die Wiehl

Die Sanierung der historischen Mühlenbrücke im Wiehler Zentrum schreitet voran. Um freie Bahn für den Straßenbau zu haben, folgt Anfang März die Errichtung einer provisorischen Fußgängerbrücke.

Inzwischen ist eine Vielzahl an Bewehrungseisen in das Bauwerk eingebracht worden. Anschließend konnte die erste Betonschicht eingebracht werden. Dies dient sowohl zur Stabilisierung der Brücke als auch zur Erhöhung der Tragfähigkeit. Das Bauwerk aus dem Jahr 1650 kann künftig bis zu 30 Tonnen Gewicht tragen. Ursprünglich waren es fünf Tonnen. Der frische Beton muss nun zunächst aushärten, danach folgt der zweite Betoniervorgang.

Im Zuge der Sanierung sind zudem die Naturstein-Brüstungen abgetragen worden. Derzeit können weder Fahrzeuge noch Menschen die Brücke nutzen. Damit Fußgängern trotz der nötigen Straßenbauarbeiten an dieser Stelle eine Querung über die Wiehl zur Verfügung steht, geht es Anfang März an die Montage einer provisorischen Fußgängerbrücke. Befestigt wird diese an dem vorhandenen Gerüst. So können Straßen- und Brückenbau gleichzeitig baulich umgesetzt werden. Die dazu nötigen Absprachen mit Aggerverband und Unterer Wasserbehörde haben im Vorfeld stattgefunden.

Auf die neue Betonschicht wird das Natursteinpflaster für die Fahrbahndecke gelegt. Mit dem Austausch beschädigter Steine, dem Entfernen des Bewuchses sowie der Neuverfugung erfährt auch das Außenmauerwerk eine umfangreiche Sanierung. Mit der Erhöhung der Tragfähigkeit ist das Bauwerk für die Zukunft gerüstet. Die Maßnahme steht im Einklang mit dem Denkmalschutz.

Im Vorfeld mussten umfangreiche Untersuchungen durchgeführt werden. Eine Spezialfirma hat das gesamte Bauwerk in einem 3D-Scan aufgemessen und Probebohrungen zur Bestimmung der Bausubstanz durchgeführt. Im Auftrag der Stadt Wiehl war das Fachbüro Doser Kempen Krause Ingenieure aus Aachen mit der Sanierungsplanung beauftragt worden.

Während der Bauarbeiten bleibt die Brücke für Autos und Fußgänger gesperrt. Anfang März kann die Wiehl dort wie beschrieben provisorisch überquert werden. Die Freigabe für Fahrzeuge ist für den Sommer dieses Jahres geplant, wenn auch die Gesamtmaßnahme fertiggestellt sein soll. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, hängt auch vom Wetter ab. Die Erreichbarkeit der Häuser ist gewährleistet.

Kategorien:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert