2,8 Millionen vom Land für schnelles Internet

Die Stadt Wiehl bekommt vom Land Nordrhein-Westfalen eine Förderung über 2,8 Millionen Euro für den Breitband- Ausbau. Bürgermeister Ulrich Stücker erhielt den Bescheid gestern aus den Händen von Regierungspräsident Gregor Lange.

Aus den Händen von Regierungspräsident Gregor Lange (l.) nahm Bürgermeister Ulrich Stücker den Förderbescheid über 2,8 Millionen Euro
zum weiteren Breitband-Ausbau entgegen. Foto: Bezirksregierung Köln

Mit der Landesförderung wird der Ausbau sogenannter „grauer Flecken“ unterstützt. Der Begriff bezeichnet Orte, in denen aktuell der Datendurchsatz unter 100 Megabit pro Sekunde liegt – ein Wert, der keine ausreichende Versorgung mit schnellem Internet ermöglicht. Künftig können 3.773 weitere Privathaushalte und 293 zusätzliche Unternehmen im Wiehler Stadtgebiet von dem Ausbau profitieren.

Bürgermeister Ulrich Stücker und Pascal Hilgenberg, Fachbereichsleiter Tiefbau, freuen sich über den positiv beschiedenen Förderantrag. „Es ist schön und wichtig, dass wir eine Zusage für die Mittel bekommen haben“, sagt der Bürgermeister, „damit können wir unser Versprechen einhalten, das gesamte Wiehler Stadtgebiet bis 2030 mit einem flächendeckenden Glasfasernetz zu versorgen.“ Sein Dank gilt dem Rat der Stadt, der durch die Freigabe städtischer Haushaltsmittel erst den Weg hin zu einer Förderung ermöglicht hat. Der Bund hatte bereits im April 2026 seine Unterstützung in Höhe von fast fünf Millionen Euro zugesagt. Insgesamt sind für die „grauen Flecken“ 9,4 Millionen Euro veranschlagt.

„Eine leistungsfähige Glasfaserinfrastruktur ist eine wichtige Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unserer Kommunen“, betont Regierungspräsident Gregor Lange bei der Übergabe des Förderbescheids in seinem Büro bei der Bezirksregierung Köln: „Mit der Landesförderung unterstützen wir die Stadt Wiehl dabei, die digitale Infrastruktur weiter auszubauen und damit die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort zu verbessern.“ Insgesamt hat die Stadt Wiehl im Rahmen der beiden Förderprogramme „Weiße Flecken“ und „Graue Flecken“ mehr als 11,7 Millionen Euro von Bund und Land zum Breitbandausbau erhalten.

Die Versorgung der „Grauen Flecken“ übernimmt nun der Internetanbieter Muenet aus dem münsterländischen Coesfeld. Das Unternehmen war bei einem EU-weiten Ausschreibungsverfahren als der wirtschaftlichste Anbieter ermittelt worden. Mit der Auftragsvergabe rechnet Tiefbauamtsleiter Pascal Hilgenberg in Kürze. Über seinen Tisch lief das gesamte Verfahren.

Vom „Graue-Flecken-Programm“ profitieren diese Wiehler Ortschaften: Marienhagen, Merkausen, Alferzhagen, Perke, Kurtensiefen, Remperg, Bieberstein, Bomig, Breidenbruch, Hückhausen, Weiershagen, Forst, Jennecken, Börnhausen, Steinacker, Niederbellinghausen, Verr und Büddelhagen. Zudem kommen – über das Stadtgebiet verteilt – viele Einzeladressen hinzu, die bisher noch nicht vom Breitbandausbau erschlossen worden sind.

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