Pettersson und Findus begeisterten nicht nur junge Schau-Spiel-Studio-Besucher

In Deutschland veröffentlichte Sven Nordquist bisher elf „Petterson und Findus“-Bücher. Im Schau-Spiel-Studio wurden zwei der Geschichten im Theaterstück „Petterson und Findus“ lebendig und begeisterten das Publikum zur Premiere am Wochenende.

Foto: Christian Melzer

Der Vorhang ging auf und Petterson polierte eifrig die Hühner-Eier, Findus schaukelte und die Hühner rannten aufgeregt über die Bühne und die Zuschauerränge. Besonders Henne Henni gackerte hysterisch, denn das Eierlegen wollte nicht so recht klappen und dann – ein braunes Ei. Aber auch das konnte Findus gebrauchen, denn für seinen Geburtstagskuchen benötigte er auch Eier. Dreimal im Jahr feiert der Kater Findus und der gute alte Petterson backt dafür jedes Mal eine Pfannkuchentorte. Doch es fehlt Mehl und um dies zu holen benötigt er sein Fahrrad. Das Fahrrad hat einen Platten und die Luftpumpe ist im Schuppen. Doch der Schlüssel für den Schuppen ist in den Brunnen gefallen. Die Leiter wird gesucht, doch die liegt auf der Bullenweide.

Der alte Pettersson und sein Kater Findus, die auf einem alten Bauernhof wohnen, haben es nicht einfach. Pettersson ist schon ein bisschen vergesslich und zerstreut, und ihm und seinem Kater Findus passieren die merkwürdigsten Geschichten. So das Problem mit der Geburtstagstorte für Findus und die Überlistung des Stiers. Die Kinder im Publikum sind mitten in der Geschichte und würden ihren Helden am liebsten helfen. Auch als im zweiten Teil der Fuchs getäuscht werden soll. Nachbar Gustavsson (Ferdinand Feldmann) warnt Petterson und Findus vor dem Hühnerdieb. Doch mit einem Gewehr wollen sie dem Fuchs nicht auflauern. Mit einem falschen Huhn, für das die Hühnerschar Federn opfern muss, einer Schachtel voller Feuerwerkskörper Knaller und einem Spukgewand wollen sie dem Fuchs den Appetit auf Hühner verleiden.

Sehr kurzweilig ist das Stück und die jungen Zuschauer sind dabei erstaunlich leise. Die Geschichten um Petterson und Findus sind auch zu spannend um unruhig zu werden. Hervorragend Gisbert Möller in der Rolle des Petterson. Katrin Platzner verkörpert perfekt den quirligen und ungeduldigen Findus, der überall und nirgends ist. In den Rollen der aufgeregten Hühnerschar spielen Ronja Heukelbach (Henne Henni), Piet Wiwianka (Hahn Prillan), Felina Erdman (Huhn Soffi-Moffi) und Svenja Szeghedi (Huhn Mathilda). Die Geschichten von Sven Nordqvist, wurden bearbeitet von Dagmar Leding. Für das Schau-Spiel-Studio Oberberg inszenierte Peter Kirchner das Stück. Seit der vergangenen Saison leitet er das Schauspieltraining und legt mit dem Stück seine erste Regiearbeit ab.

Zum Gelingen trug zudem Diana Heimbruch mit den liebevoll gestalteten Kostümen bei, die Musik suchte Vivienne Olive aus, mit Katrin Sander wurden die Lieder einstudiert. Ein sehr gelungenes Stück das am 23. und 26. November sowie am 01., 03., 07., 15. Dezember jeweils um 17 Uhr aufgeführt wird. Außerdem am 27. November, 05., 11., 12., 18. und 19. Dezember um 16 Uhr.

Vera Marzinski

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Fotos: Christian Melzer

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