Kneipentour der Jazztage wieder ein voller Erfolg

Durch acht Lokalitäten konnten die Jazztagebesucher mit ihrem Kneipenpass am Mittwochabend ziehen und sich Musik von Blues über Dixie oder Rhythm’n Blues bis Soul anhören.

Auch in der Feuerwache Wiehl wurde gejazzt – Foto: Christian Melzer

Ein abwechslungsreicher musikalischer Rundgang im Zentrum von Wiehl. Immer zwei Bands starteten gleichzeitig in zwei Spielorten. So eröffneten „ProAm4 & Friends“ im Hotel zur Post ebenso um 19:30 Uhr ihr Programm wie die „Lipps Thelen Band“ im Hotel Platte. „ProAm4“ – Pianist Eckhard Richelshagen, Bassist Werner Huppert, Schlagzeuger Horst Rieger und ihre Sängerin Sandra „Erdbeere“ Reinbott – hatten sich zwei Freunde dazu geholt. Die Bläserfraktion Stephan Aschenbrenner und Bernt Laukamp gaben den Jazzstandards noch einen besonderen Pfiff. Von „All of me“ über „Route 66“ bis „Sonny“ spielten sie ein ansprechendes Programm für die Jazzfans. Richtig guten Blues präsentierte die „Lipps Thelen Band“ auf der anderen Straßenseite. Die Rockblues-Band sorgte für einen Abend mit fetten Grooves und starkem Sound! Eigenkompositionen und Coversongs – handverlesen, ausgefeilt, professionell und mitreißend.

Wer handgemachten Jazz hören wollte, war im Checkpoint bei „Jazz_lokal“ richtig. Nur Eigenkompositionen spielen die vier Musiker und kreierten mit „Silent running“ oder „Lost“ nicht einfach nur ihre Lieder sondern zauberten wahre Klanggemälde. „Jazz_lokal“, mit Andy Gillmann (Drums), Martin Zobel (Flügelhorn und Trompete), Bert Fastenrath (Gitarre) und Carsten Stüwe (Orgel), beeindruckten mit atmosphärisch, lyrischen Stil, der gepaart ist mit Virtuosität und zupackend groovigen Sequenzen. Eine ungemein spannende Verbindung. Wie sie starteten auch die „Dixie Friends Krombach“ um 20 Uhr. In der Feuerwache Wiehl versorgte die Feuerwehr die Gäste mit Getränken und bot zudem noch einen besonderen Service an: das „Jazz-Taxi“. Wem der Weg hoch zur Feuerwache am Sportplatz zu beschwerlich war, konnte sich im kleinen, roten Mannschaftsbus mitnehmen lassen. Und dann gab es dort die „Bourbon Street Parade“, „Hello Dolly“ oder „Georgia On My Mind“ von der Dixie-Band.

Eine halbe Stunde später spielten die „Nosmo Kings“ im Wirtshaus auf – mit einem abwechslungsreichen und stimmungsvollen Programm von Swing über Latin und Rock bis zu Country. Die „Nosmo Kings“ sind vielseitig und wortgewaltig. In Wiehl sind sie mittlerweile bekannt durch Auftritte beim „Jazz in der Kneipe“ der Wiehler Jazztage oder auch im Burghaus Bielstein. Mit gleich zwei Schlagzeugern traten „Six4Jazz“ im CU! auf. Andy Smyrek und Hendrik Westhoff wechselten sich ab und gemeinsam mit dem Rest der „Six4Jazz“ swingten munter durch die Jazzsongs der 30-50er Jahre. Die „Big Yuyu Blues Band” kamen im Sümpfchen mit viel Rhythm’n’Blues daher. Sie zelebrierten eine rhythmische Kombination mit dem Soul des Mississippi und der Hitze der mallorquinischen Sonne. Zwei die sich gefunden haben zeigten in der Black Box ihr Können. Mighty Mike und Cat Lee King sind zusammen „Grits & Gravy“ und zelebrierten eine Rythm ’n‘ Blues Schlacht im Stil der 50er Jahre. Und wie beim ersten Tag der 25. Wiehler Jazztage war wieder etwas von Ray Charles dabei – aber auch ein Stück von Rotkäppchen und dem bösen Wolf als feinster Rock’n Roll, bei der Cat Lee King ein wildes Piano spielte und sich Mighty Mike die Seele aus dem Leib brüllte. Es war eben für jeden etwas dabei beim „Jazz in der Kneipe“ der Wiehler Jazztage.

Vera Marzinski

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Fotos: Christian Melzer

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