Oberbergischer Kreis registriert und untersucht ukrainische Flüchtlinge

Das Impfzentrum in Gummersbach wird als zentrale Anlaufstelle für die Registrierung und Untersuchung der geflüchteten Menschen genutzt.

Landrat Jochen Hagt und Kreisdirektor Klaus Grootens im Gespräch mit ukrainischen Flüchtlingen in der neuen Anlaufstelle zur Registrierung. Foto: OBK

Der Oberbergische Kreis übernimmt weitere Aufgaben bei der Unterstützung von Flüchtlingen aus der Ukraine. Dabei arbeiten die Ausländerbehörde und das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises zusammen und „unter einem Dach“: Das Impfzentrum in Gummersbach ist jetzt zentrale Anlaufstelle für die Registrierung und Untersuchung der geflüchteten Menschen.

„Nachdem die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen zurückgegangen ist, nutzen wir hier sinnvoll die vorhandenen Kapazitäten und Strukturen. Die ämterübergreifende Zusammenarbeit, bei der auch die Koordinierende Einheit einbezogen wird, läuft hervorragend. Der Oberbergische Kreis leistet damit rasch und unkompliziert wichtige Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine „, sagt Landrat Jochen Hagt.

Die Ausländerbehörde des Oberbergischen Kreises hatte im Mai Flüchtlinge aus der Ukraine mit einem Einladungsschreiben in deutscher und ukrainischer Sprache aufgefordert, sich registrieren zu lassen. Dazu hatte der Oberbergische Kreis zum 7. Juni 2022 im Einkaufszentrum Bergischer Hof in Gummersbach (neben der Impfstelle) die zentrale Registrierungsstelle eingerichtet. 80% der Angeschriebenen sind der Einladung bislang gefolgt. „Damit haben wir bereits eine sehr gute Quote erreicht. Die Abläufe haben sich recht schnell eingespielt. Das Angebot von ursprünglich 20 fixierten Terminen bis einschließlich 10. August 2022 konnte mittlerweile auf 33 erhöht werden“, sagt Landrat Jochen Hagt.

In der zentralen Anlaufstelle zur Registrierung der geflüchteten Menschen erfolgt auch die Erstuntersuchung für schulpflichtige Kinder und Jugendliche (Foto: OBK)

Bis zum 19. Juni 2022 nehmen Mitarbeitende des Kreisordnungsamtes durchgängig, auch feiertags und am Wochenende, von 8:00 bis 20:00 Uhr die ausländerrechtlichen Registrierungen vor. Zusätzlich werden schulpflichtige geflüchtete ukrainische Kinder und Jugendliche von Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischen Fachangestellten des Gesundheitsamtes untersucht. Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises lädt dazu die Familien in die zentrale Anlaufstelle nach Gummersbach ein. „Den Schulleitungen danke ich für die tolle Unterstützung.“, sagt Kreisdirektor Klaus Grootens.

Inhalt der Untersuchung ist die gesundheitliche Vorgeschichte, die körperliche Untersuchung einschließlich eines Hör-und Sehtests. Des weiteren besteht die Möglichkeit die Impflücken zu schließen. „Damit verschaffen wir uns einen guten Überblick über die gesundheitlichen Bedarfe der Geflüchteten. Bei festgestellter Notwendigkeit unterstützen die Mitarbeitenden bei der Suche nach geeigneter medizinischer Versorgung. Diese Untersuchungen laufen bereits sehr gut und werden auch über die Sommerferien hinweg durchgeführt“, sagt die Leiterin des Gesundheitsamtes Kaija Elvermann.

Die Untersuchung dauert jeweils rund 30 Minuten. Dabei helfen Mitarbeitende des Oberbergischen Kreises und Sprachmittler den ukrainischen Familien. Auch drei niedergelassene Kinderärzte unterstützen bei den Untersuchungen. KiTa-Kinder werden bei Bedarf auch vor Ort geimpft.

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