Besonderer Basar im Burghaus

Wie schick Kleidung aus zweiter Hand aussehen kann, das zeigte der „Faire Basar“ am Freitag im Burghaus Bielstein. Fairtrade, also fairer Handel, stand im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Secondhand kann ganz schön schick sein, bewiesen die Models bei der Modenschau des Fairtrade-Basars im Bielsteiner Burghaus. Foto: Christian Melzer

Eingeladen zum Shoppen mit gutem Gewissen hatte die Fairtrade-Steuerungsgruppe Wiehl. Bunt war die Bandbreite der Anbietenden – sie reichte vom Nümbrechter Weltladen über „blutsgeschwister“-Kleidung bis zum fair Gebastelten der Hugo-Kükelhaus-Schule. Auch der Nähtreff der evangelischen Kirchengemeinde Wiehl war mit von der Partie. Die Autorin Ulrike Claßen-Büttner demonstrierte die Möglichkeiten des Upcycling, das Aufwerten von Textilien mittels Handarbeit.

Die Secondhand-Boutique der Evangelischen Kirchengemeinde Wiehl überzeugte mit einem reichen Angebot modischer Bekleidung, präsentiert in einer Modenschau. Zwölf Models zwischen 8 und 74 Jahren führten Mode aus zweiter Hand ebenso wie von „Schön Ding und Weile“ und dem Weltladen vor. Dass dies ebenso anmutig wie amüsant gelang, lag am charmanten Moderator Torsten Schördling und der bewundernswerten Flexibilität der Models: Für sie war es gar kein Problem, das Geschlecht zu wechseln oder elegante Mode vorzuführen, in der sie in zehn Jahren der glänzende Mittelpunkt jedes Festes wären.

Rebecca Wolfer von Fairtrade Deutschland war als Referentin zu Gast und erläuterte in ihrem Vortrag, warum ein anderer Umgang mit Textilien und mehr Umsicht beim Kauf von Kleidung der Umwelt und den Erzeugern im globalen Süden guttun. Sie erklärte zudem, wie kompliziert es ist, den Werdegang eines Kleidungsstückes zu dokumentieren, um ihm dann guten Gewissens einen Fairtrade-Stempel zu verleihen. Zudem erfuhren die Gäste mehr über die Aussagekraft unterschiedlicher gängiger Siegel.

Schließlich sorgte der Wiehler Biomarkt Landgefühl dafür, dass die Gäste des Basars feine Snacks und Drinks genießen konnten, dessen Zutaten ebenfalls nach den Regeln von Fairness produziert worden sind, in diesem Fall ökologisch korrekt. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher des Basars lobten das Angebot und entdeckten auch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk. Deutlich wurde, dass fairer Handel nicht mit einem Verzicht auf Qualität oder Auswahl einhergeht – im Gegenteil: Die Waren dienten als beste Werbeträger für den Fairtrade-Gedanken.

Mit großem Engagement hatte die Fairtrade-Steuerungsgruppe Wiehl den Basar auf die Beine gestellt. Deren Mitglied Barbara Degener freute sich über die erfolgreich verlaufene Veranstaltung und gab den Gästen einen Appell mit auf den Weg: „Wer mit Bedacht konsumiert, macht nur kleine Schritte, aber es sind Schritte heraus aus dem elenden Gefühl, allem ausgeliefert zu sein“, sagte sie: „Nichts wird besser, wenn wir die Schritte nicht tun, ganz im Gegenteil.“

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